Ausstellung und Veranstaltungen: Annem işçi – Wer näht die roten Fahnen?

„Sind wir uns so fremd?“ fragten sich Arbeitsmigrantinnen* in der BRD und schlossen sich zusammen. Feministische und politische Bündnisse der 70er Jahre bilden den Ausgangspunkt der Gruppenausstellung. Ihr Aktivismus wurde von Poesie, Musik und bildender Kunst inspiriert und geleitet.

Ausgehend von diesen historischen Ereignissen zeigt die Ausstellung „Annem işçi [Meine Mutter ist eine Arbeiterin] – Wer näht die roten Fahnen?“ künstlerisch soziologisch geprägte Werke wie „Turkish Immigrants“ (1977-2016, dt. Türkische Immigrant*innen) von Nil Yalter (*1938 in Kairo, lebt in Paris), sozialistisch engagierte Arbeiten wie „Woman Constantly Sewing Red Flags with her Sewing Machine“ (1977, dt. Frau näht permanent rote Fahnen mit ihrer Nähmaschine) von Gülsün Karamustafa (*1946 in Ankara, lebt ebenda.) oder ein autobiografisches Gedicht über die in Deutschland arbeitenden Eltern von Semra Ertan (*1957 in Mersin, Türkei; gestorben 1982 in Hamburg). Die Gruppenausstellung erzählt von direkten und indirekten Zusammenschlüssen zwischen „Gastarbeiter*innen“ und Künstler*innen gegen Diskriminierung, Rassismus und Gewalt.

Begleitende Veranstaltungen:
So 14.04.24, 16:00: Sohrab Shahid Saless: „Empfänger Unbekannt“ – Filmvorführung und Gespräch
So 21.04.24, 16:00: Veranstaltung, Streiks der Arbeitsmigrantinnen – Bild- und Filmvortrag von Nuria Cafaro

Ausstellung geöffnet:
Di – So und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr
Mi 11 bis 20 Uhr

Marta Herford – Museum für Kunst, Architektur, Design
Goebenstraße 2–10, 32052 Herford

Mehr Informationen direkt beim Marta Herford.
Bild: Nil Yalter, Exil ist harte Arbeit, 2024 © die Künstlerin und Marta Herford, Foto von Besim Mazhiqi

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Datum

21 Apr 2024

Uhrzeit

16:00

Veranstaltungsort

Herford