Türkei auch 2020 unter den 10 gefährlichsten Staaten der Welt für Erwerbstätige

Laut Index des Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) blieb die Türkei auch in 2020 eines der feindseligsten Länder der Welt für Gewerkschafter und die Ausübung von Arbeitnehmerrechten. Seit dem Putschversuch 2016 habe die türkische Regierung die bürgerlichen Freiheiten stark eingeschränkt und sei gegen unabhängige Gewerkschaften vor allem im öffentlichen Sektor vorgegangen. In einem Klima der Angst und unter der ständigen Androhung von Vergeltungsmaßnahmen kämpften die Arbeitnehmer:innen darum, sich zusammenzuschließen und Gewerkschaften zu gründen. Arbeitgeber versuchten sie aktiv daran zu hindern, indem Gewerkschaftsorganisator:innen entlassen und gewerkschaftsfeindliche Praktiken ausgeübt wurden.

Auch in 2020 nahm die Türkei weiterhin regelmäßig Gewerkschaftsführer:innen ins Visier. Der IGB verwies auf die Anschuldigungen gegen Arzu Çerkezoğlu, die Vorsitzende des Türkischen Gewerkschaftsbundes DISK, sowie auf die Polizeirazzia in der Wohnung von Umar Karatepe, dem Kommunikationsdirektor der DISK. Siehe auch Bericht der ITUC und DuvarEnglish.

Bild: © birgün.net

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