Nach der Armenien-Resolution: Schritte, Brüche und Erinnerungen in einer postmigrantischen Gesellschaft
Mit einer Resolution von 2016 erkannte der Deutsche Bundestag die Verbrechen gegen die Armenier*innen 1915 offiziell als Genozid an, bekannte sich zu Deutschlands historischer Verantwortung als Verbündeter des Osmanischen Reiches und forderte erneute Bemühungen um Erinnerung, Versöhnung und Aufklärung. Dennoch sind die politischen und sozialen Folgen dieser Anerkennung umstritten. Ein Jahrzehnt später bleibt die Resolution in der postmigrantischen Gesellschaft Deutschlands und insbesondere innerhalb der armenischen Diaspora ein Anlass für Reflexionen und Debatten: Was bedeutet Anerkennung in ihrer Umsetzung, ohne rechtliche Verpflichtungen? Wie entfaltet sich Erinnerungskultur im Spannungsfeld von staatlicher Anerkenntnis und beständiger Leugnung? Und wie können Solidaritäten zwischen Gemeinschaften entstehen, die historisch auf entgegengesetzten Seiten von Gewalt standen? Mit einem vielfältigen Programm eröffnet das HKW einen Raum um sich diesen Fragen durch Kunst, Wissenschaft und kollektiven Dialog zu widmen.
Samstag, 25. April, 17 Uhr
Haus der Kulturen der Welt, Berlin
Eintritt frei
Mehr Informationen zum vollständigen Programm direkt beim HKW
Bild: Veranstalter:innen